Beim Transport eines mit 1000 Liter Salpetersäure gefüllten Plastiktanks durch einen 35-jährigen Staplerfahrer stieß er bei den Abladetätigkeiten mit der Staplergabel gegen einen Plastiktank, wobei dieser aufgeschlitzt wurde und Salpetersäure ausfloss.
Ein 25-jähriger Lagerarbeiter konnte den beschädigten Tank noch ins Freie verbringen. Dabei traten insgesamt zwischen 600 und 700 l Salpetersäure aus, verteilt auf 70 Prozent in der Halle und 30 Prozent im Freien. Beide Arbeiter wurden unbestimmten Grades verletzt und in das Landesklinikum Wr. Neustadt eingeliefert.
Die Feuerwehr brachte unter Verwendung des schweren Atemschutzes am Boden im Gelände Bindemittel auf um die ausgetretene Säure zu neutralisieren. Ferner mussten weitere Kräfte von der Berufsfeuerwehr Wien sowie eines Schadstoffzuges angefordert werden. Die Arbeiten sind bis dato im Gange.
Weitere 6 Arbeiter kamen mit den giftigen Dämpfen in Kontakt und mussten ebenfalls zur Beobachtung stationär im Krankenhaus aufgenommen werden.
Das verunreinigte Roh- und Hilfsstoff Betriebslager der NÖM AG wurde evakuiert und gereinigt. Dazu musste auch die unmittelbar am Betriebsgelände vorbeiführende B 212 in der Zeit von 16.08 bis 17.15 Uhr zur Gänze gesperrt werden. Eine örtliche Umleitung wurde eingerichtet.
Am Einsatz waren Feuerwehren der Stadt Baden, Wr. Neudorf, Möllersdorf und Wien mit 20 Fahrzeugen und 80 Mann beteiligt. Rettungskräfte waren mit einem lokalen Einsatzzelt vor Ort.
Drei der verletzten Personen wurden in der Intensivstation des Landesklinikum Wr. Neustadt stationär zur Beobachtung aufgenommen und weitere drei Patienten stationär im Landesklinikum Thermenregion Baden. Die weiteren Verletzten wurden nach der ambulanten Versorgung in häusliche Pflege entlassen.
SID-NOE