Die Preisträger des Calls „Ökoeffiziente Produkte – nachhaltige Produktionsverfahren“


Dienstag, 9. März 2010
logo-tecnetcall_copy.jpgSt. Pölten: tecnet hat im Auftrag des Landes Niederösterreich im Rahmen eines Wettbewerbes dazu aufgerufen, ökoeffiziente Produkte sowie nachhaltige Produktionsverfahren zu entwickeln. 

„Wissenschaft und Wirtschaft zusammenführen, Forschungsergebnisse für heimische Betriebe nutzbar machen- und dabei die Ressourcen der Umwelt auch für nachfolgende Generationen erhalten, das ist uns mit diesem Call gelungen.“ meint Landesrätin Dr. Petra Bohuslav. Die eingereichten Projekte sind allesamt Kooperationen von Unternehmen und Forschungseinrichtungen, sie wurden von einer hochrangigen Expertenjury bewertet.

Am Montag, dem 8. März 2010 wurden im Ostarrichisaal des Regierungsviertels in St. Pölten die Siegerprojekte gekürt. Die Preise überreichte Wirtschaftslandesrätin Dr. Petra Bohuslav.

Als Sieger ging dabei das Projekt des Kompetenzzentrum Holz GmbH, Projektstandort Tulln in Kooperation mit Müller & Hansmann OG, Königsbrunn/Wagram sowie Chemholz Holz- und Kunststoffverarbeitung GmbH, St. Pölten/Radlberg hervor. Entwickelt wurde eine neue Holzwerkstoffplatte für den Möbel- und Innenausbau und für die Türen-Produktion. Die Kernschicht der Platte besteht zu 100 Prozent aus so genannten Maisspindeln (Kern des Maiskolbens, auf dem die Körner sitzen).

Diese fallen bei der Maisernte als Abfall an und werden bislang keiner weiteren Verwertung zugeführt. Das neuartige Produkt zeichnet sich durch hervorragende technologische Eigenschaften aus – wie hohe Druckfestigkeit, hohe Schalldämmung und gute Wärmedämmung.

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Im Bild: Ing. Johann Wagenhofer, DI Dr. Christian Hansmann, LR Dr. Petra Bohuslav, DI Dr. Doris Agneter - (Siegerprojekt des Kompetenzzentrum Holz GmbH, Projektstandort Tulln in Kooperation mit Müller & Hansmann OG, Königsbrunn/Wagram sowie Chemholz Holz- und Kunststoffverarbeitung GmbH, St. Pölten/Radlberg) 

Den zweiten Platz belegte LOPAS AG, Dobersberg die gemeinsam mit Holzbau Willibald Longin, Dobersberg und der Donau Universität Krems / Department für Bauen und Umwelt, Krems einen optimierten kostengünstigen Wandaufbau für Lehmhäuser entwickelten. Ziel dieses Projektes ist es, einen alternativen und günstigen Wandaufbau mit unterschiedlichen Fassadenoberflächen für die Produktion ökologisch nachhaltiger Fertighäuser zu entwickeln. Diese Technologie soll es ermöglichen, Lehm-Passivhäuser zu marktfähigen Kosten zu produzieren, dabei aber auch individuellen Ansprüchen bezüglich der Architektur gerecht zu werden.

Als Dämmmaterial werden Strohhäcksel eingesetzt, wodurch alle Fertigungsmaße möglich sind, da man nicht mehr an die Rastermaße von Strohballen gebunden ist. Zudem macht eine massive Beschichtung auf Biofaser-Lehmputz die Montage zusätzlicher Installationsebenen, die bisher im Fertighausbau üblich ist, überflüssig. Auch auf das Raumklima wirken sich die eingesetzten Materialien positiv aus.

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Im Bild: Ing. Erich Longin, Herbert Kirl, MBA, LR Dr. Petra Bohuslav, Roland Meingast, DI Dr. Doris Agneter

Als drittes Projekt wurde Attophotonics Biosciences GmbH, Wr. Neustadt für umweltfreundliches Thermopapier, welches in Kooperation mit Fotec Forschungs- und Technologietransfer GmbH, Wr. Neustadt sowie Mondi Uncoated Fine & Kraft Paper GmbH, Wien entwickelt wurde, ausgezeichnet. Das Projekt zielt darauf ab, Thermopapier mit einer wärmeempfindlichen Aufzeichnungsschicht zu entwickeln, welche umweltfreundlich und ressourcenschonend ist und zudem eine deutlich geringere Toxizität als derzeit marktübliche Produkte aufweist. Dennoch soll das Beschichtungsmaterial allen Anforderungen anspruchsvoller Anwendungsgebiete genügen.

Gefordert sind hier hohe Farbgebungsempfindlichkeit, längere Haltbarkeit sowie Aufbringung ohne Vergrauung. Für den Medizintechnikbereich soll zudem ein Thermopapier mit sensorisch-intelligenter, keimreduzierter Oberfläche entwickelt werden.

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Im Bild: Prof. Alfred Teischinger, Univ. Prof. Dr. Thomas Schalkhammer, Dr. Roland Palkovits, LR Dr. Petra Bohuslav, Dr. Andreas Kornherr, DI Dr. Doris Agneter, DI Peter Pointl

Die beim tecnet-Call eingereichten Projekte stellen allesamt das kreative Innovationspotenzial der niederösterreichischen Unternehmen unter Beweis. "Besonders wichtig war uns, einen Impuls in Richtung Ökoeffizienz und Nachhaltigkeit zu setzen", sagte DI Dr. Doris Agneter. Die Geschäftsführerin der tecnet zieht nach der Preisverleihung eine positive Bilanz: "Durch die hier vorgestellten und ausgezeichneten Projekte können in den Unternehmen jetzt konkrete, beispielhafte Prozesse und Produkte entstehen, die den Leitprinzipien nachhaltiger Technologieentwicklung in hohem Maße gerecht werden."

Rückfragen und Kontakt: tecnet capital Technologiemanagement GmbH Tel: +43 2742 9000-19320 Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können  , www.tecnet.co.at

tecnet capital Technologiemanagement GmbH: tecnet capital ist die Technologiefinanzierungsgesellschaft des Landes Niederösterreich und unterstützt Unternehmer und solche die es werden wollen. Im Auftrag des Landes Niederösterreich übernimmt tecnet capital das Projekt-management für den Technologiebereich.

Ausgehend von der Ideengenerierung an Universitäten, FHs, Forschungseinrichtungen oder aus dem privaten Wirtschaftssektor soll durch Technologietransfer eine Grundlage für neue Unternehmensgründungen geschaffen und bestehende Unternehmen durch gezielten Know-how Aufbau gestärkt werden.

Ob durch eine professionelle Patent- und Technologieverwertung, eine umfassende Unterstützung bei der Unternehmensgründung gemeinsam mit dem AplusB Gründerzentrum (accent Gründerservice) oder eine Finanzierungsrunde durch die Venture Capital Fonds tecnet equity und tecnet equity II – tecnet capital ist der Ansprechpartner für Technologiefinanzierungen in Niederösterreich.

Informationen: www.tecnet.co.at , Fotos: NLK/Kaufmann