Hund löste Unfall auf der A2 aus - Feuerwehrmann nimmt Hund auf
Montag, 17. Dezember 2012
Mitarbeiter der ASFINAG und die Besatzung eines Polizeiautos waren bei Autobahnkilometer 34 damit beschäftigt, einen auf der Fahrbahn herum laufenden Hund einzufangen. Die Einsatzfahrzeuge waren am Pannenstreifen abgestellt. Gegen 9.45 Uhr übersah der Lenker eines Sattelzuges im dichten Nebel die Fahrzeuge am Pannestreifen und krachte mit voller Wucht dagegen. Ein Lkw-Lenker wurde schwer, der andere leicht verletzt. Die beiden Polizeibeamten kamen ebenfalls mit leichten Blessuren davon.
Ein hinter dem Sattelzug fahrender Klein-Lkw sowie zwei weitere Pkw konnten nicht mehr ausweichen und kollidierten mit dem bereits quer stehenden und erheblich zerstörten Sattelzug. Die Unfallstelle glich einem Schlachtfeld.
Während der Bergungsarbeiten durch die Feuerwehr, wurde gleichzeitig die Suche nach jenem Hund aufgenommen, der diesen Unfall ausgelöst hatte. Ein Feuerwehrmann entdeckte schließlich den kleinen Vierbeiner in einem Feld neben der Autobahn. Der völlig abgemagerte und verschreckte Hund – ein Yorkshire Terrier, vermutlich zwei Jahre alt – ließ sich ohne Gegenwehr vom Feuerwehrmann einfangen.
Der zeigte ein großes Herz und nahm nach Rücksprache mit der Polizei (das Tier verfügte weder über ein Halsband, noch einen Chip) den Hund bei sich auf. Nach ersten Erhebungen dürfte der süße Yorkshire Terrier auf der Autobahn ausgesetzt worden sein. Trotz allem ist er nach einer ersten Untersuchung beim Tierarzt kerngesund und wird beim Feuerwehrmann in Wiener Neustadt ein neues zu Hause finden.
„Sandy“ soll das vierbeinige Findelkind heißen und fühlt sich in der Wohnung des tierliebenden Feuerwehrmannes schon pudelwohl. Sandy hat seine neue Umgebung schon ordentlich beschnuppert und weicht seinem neuen Besitzer keinen Meter von der Seite.
Informationen: Franz Resperger – Pressesprecher NÖ Landesfeuerwehrkommando, Foto: FF-Wr. Neustadt
Unfallbericht der Polizei: Am 17.12.2012 um 09:31 Uhr fuhr die Verkehrsstreife Tribus 3 mit zwei Beamten besetzt auf der A 2 in Fahrtrichtung Wien. Zu dieser Zeit wurden die Beamten darüber in Kenntnis gesetzt, dass sich bei KM 32, Gemeindegebiet von Leobersdorf, Bezirk Baden, ein herrenloser Hund auf der Autobahn befindet.
Gemeinsam mit Mitarbeitern der Asfinag wurde zum angeführten Ort gefahren und das Einsatzfahrzeug mit eingeschaltetem Blaulicht auf dem Pannenstreifen gefahren. Als ein Mitarbeiter der Asfinag die Autobahn betrat, um den Hund zu bergen, fuhr die Streife auf den 1. Fahrstreifen. Die Lenker des 2. und 3. Fahrstreifen hatten ihre Fahrzeuge bereits angehalten.
Ein LKW hielt hinter dem Streifenwagen. Der hinter diesem nachkommende Lenker eines Sattelschleppers, ein 39-Jähriger aus Wien, konnte nicht mehr rechtzeitig anhalten und schob den LKW auf den Streifenwagen.
Die beiden Beamten und der Lenker des Sattelschleppers wurden bei dem Unfall verletzt und in die Krankenhäuser Thermenklinikum Baden und Landesklinikum Wr. Neustadt eingeliefert. An den Fahrzeugen entstand erheblicher Sachschaden. Aufgrund des Unfalles war die A2, Richtungsfahrbahn Wien, bis 14:15 Uhr gesperrt.
LPD-NOE













