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„Fischen“ nach Schwerelosigkeit

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Montag, 22. Juni 2009
juxi.jpgBezirk Lilienfeld: Ein Niederösterreicher auf der Suche nach milli-G in 30km Höhe. Neun Studenten aus aller Welt arbeiten zurzeit an einem Projekt, welches eine handelsübliche Angel an die Grenze der Atmosphäre bringen wird.

Der Grund, ein Projekt namens reel.SMRT (gesprochen „real smart“) zur Reduzierung der Gravitation für zukünftige Experimente an Board von Stratosphärenballons. Das Projekt fliegt im Spätsommer, an Board eines BEXUS Stratosphärenballons der Europäischen Weltraumbehörde (ESA), fast bis zur Grenze zum Weltall.

logo-reel.smrt.jpg

„Ein wirklich faszinierendes Projekt“, meint Jürgen Leitner, aus Türnitz (Bez. Lilienfeld), ehemaliger Schüler der HTBLuVA St. Pölten, Abteilung EDVO, ehemaliger Student der TU Wien und jetzt im letzten Semester des SpaceMaster Programmes - einem Doppel-Magister Studium im Bereich Weltraumtechnik, gefördert durch das ERASMUS Mundus Programm der EU.

Nach fast 2 Jahren Auslandsstudium, unter anderem in Deutschland, Schweden und Japan, ist er zurzeit noch bis August, in Helsinki wo er and der dortigen TU seine Magisterarbeit im Themengebiet „Weltraumrobotik“ schreibt. „Den Einblick in den Bereich Weltraumtechnik und in die Organisation solcher Projekte, den man bei einem BEXUS Projekt erhält ist einzigartig und unvergleichlich!“.

Das Projekt das von den Studenten selbst initiiert wurde und seit Dezember 2008 läuft ist alles andere als eine Kleinigkeit. “Wir wollen Experimente in Schwerelosigkeit ermöglichen. Dort oben ist die Luft so dünn, dass herabfallende Objekte praktisch schwerelos sind. Das nutzen wir aus“, erklärt Jürgen. „Unser Experiment besteht aus einer Gondel, die mit einer langen Schnur mit dem Ballon verbunden ist. Währed die Gondel herabfällt ist sie beinahe schwerelos“. Danach wird die Gondel wieder eingeholt und das Experiment kann von Neuem beginnen.

Probleme machen vor allem durch die harschen Bedingungen, Temperaturen bis -80 C und ein Luftdruck von weit unter dem auf der Erde üblichen. Das Team, das teilweise über 4 Länder und 2 Kontinente verteilt arbeitete, sieht sich jedoch gut gewappnet bis zum Sommer mit der Implementierung des Projekts fertig zu sein.

Der Aufwand hat sich bereits jetzt gelohnt, Kontakte zu Firmen wurden hergestellt, die Workshops und Trainings der ESA helfen bei der Umsetzung der Idee. „Ein paar Sponsoren sind schon gefunden worden, wir hoffen jedoch noch auf weitere!“

Und auch für die Zukunft der Teammitglieder bringt die Erfahrung einiges, zum Beispiel eine einjährige Anstellung als „Young Graudate Trainee“ bei der ESA. „Darauf kann man schon stolz sein, ich freue mich schon ungemein darauf“, meinte Jürgen, der ab September im „Advanced Concepts Team“ arbeiten wird. „Aber bis dorthin haben noch Magisterarbeit und das reel.SMRT Projekt meine ganze Aufmerksamkeit!“

WebLinks: http://smrt.name/bexus/http://www.rexusbexus.net

http://www.esa.inthttp://www.spacemaster.eu/ ,

 http://Juxi.net/  


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